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Gesundheitsforschung fördern für Long Covid und ME/CFS

Nach einer Infektion nicht wieder gesund werden, das erleben Betroffene von Long Covid und von ME/CFS (lang: Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom). Dabei handelt es sich um unterschiedliche Krankheiten, doch ihre Symptome sind oft ähnlich: Erschöpfung, Muskel- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Ein normaler Alltag ist kaum noch zu bewältigen. Die Krankheitsbilder sind nicht einheitlich, die Symptome variieren. Das macht die Diagnostik schwierig, insbesondere für Betroffene von ME/CFS.

Was ist Long Covid?

Long Covid bezeichnet die längerfristigen Folgen nach einer Corona-Infektion. Dabei bezieht sich der Begriff auf Symptome, die vier Wochen nach Krankheitsbeginn vorkommen. Treten sie später als zwölf Wochen (wieder) auf und können nicht anderweitig erklärt werden, handelt es sich um das Post-Covid-Syndrom.

Long Covid ist eine ernstzunehmende Folge der Pandemie: Überträgt man europäische Studienwerte auf Deutschland, kämpfen 12-15 Prozent aller an Covid-19 Erkrankten mit Folgeerscheinungen, 2 Prozent leiden sogar am Post-Covid-Syndrom.

Was ist ME/CFS?

ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. In Deutschland sind rund 250.000 Menschen von der krankhaften Erschöpfung betroffen. Vermutlich ist die Zahl höher, weil ME/CFS schlecht diagnostiziert werden kann. Außerdem mangelt es an gesellschaftlicher Anerkennung. Häufig beginnt ME/CFS nach einer Infektionskrankheit. Immerhin: die gestiegene Aufmerksamkeit für Long Covid im Zuge der Pandemie hat auch ME/CFS stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt.

Obwohl zu den Krankheitsbildern bereits intensiv geforscht wird, stehen wir immer noch am Anfang und brauchen mehr belastbare Daten. Das erschwert die Ursachenforschung. Sowohl bei Long Covid als auch bei ME/CFS fehlen aktuell noch immer anerkannte und wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Fest steht: Beide Krankheiten müssen wir ernst nehmen und ihre Erforschung und Behandlungsmöglichkeiten fördern.

Foto: Fionn Große

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