RUPPERT STÜWE
#BewegtWas
Für Steglitz-Zehlendorf im Bundestag

MdB Ruppert Stüwe vor dem Reichstagsgebäude
(c) Fionn Grosse

Ich unterstütze den Entwurf einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie stellt uns noch immer vor große Herausforderungen in Bezug auf die gesellschaftliche Solidarität. Die Kitas sind am Limit, die Schülerinnen und Schüler, die sich lange zurückgehalten haben, haben sich mit einem beeindruckenden Aufruf an die Politik gewendet. Es gibt Studierende, die ihren Abschluss machen, ohne jemals einen normalen Hochschulbetrieb gesehen zu haben. Und es gibt viele Menschen, die die Situation zu Hause mit eingeschränkten Kontakten an ihre Grenzen bringt. Zum ersten Mal seit Langem können wir wieder über Lockerungen der Einschränkungen nachdenken, das ist notwendig und richtig. Aber wir müssen endlich vor die Corona-Wellen kommen, anstatt ihnen immer wieder hinterherzulaufen. Deshalb möchte ich schon jetzt an den nächsten Herbst und Winter mit dem Coronavirus denken.

Ich möchte nicht, dass zu viele Ungeimpfte dafür sorgen, dass die nächste Corona-Welle wieder zu Einschränkungen für alle führt. Die Entwicklung der Impfstoffe war ein riesiger Fortschritt für unsere Gesellschaft. Ich unterstütze den Entwurf einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren auch aus Rücksicht auf diejenigen, die in letzter Zeit so viele Einschränkungen hinnehmen mussten. Ein vollständiger Impfschutz senkt das Risiko, an Covid-19 zu sterben, so erheblich, dass der Verzicht im Verhältnis unvertretbar ist. Die Impfpflicht ist ein Meilenstein auf unserem Weg aus der Pandemie.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden in den vergangenen Monaten und Jahren vielerlei Bestrebungen unternommen. Allerdings hat sich gezeigt, dass nichts so wirksam ist wie eine Impfung. Für mich steht fest, dass wir die Pandemie nur dann überwinden werden, wenn wir einen ausreichenden Schutz durch die Impfung erreichen.

Mit den zur Verfügung stehenden Impfstoffen haben wir nach vielen schweren Monaten der Pandemie endlich einen leicht nutzbaren und vergleichsweise einfachen Ausweg aus den katastrophalen Folgen gefunden, die die Pandemie gesundheitlich, aber auch gesellschaftlich für unser soziales Miteinander hat. Seriöse Forscherinnen und Forscher sind sich einig: mit der Impfung schützt man sich und auch andere. Eine sogenannte „Durchseuchung“ beispielsweise durch die hochinfektiöse Omikron-Variante ohne einen zusätzlichen Impfschutz schützt nicht ausreichend vor zukünftigen Infektionen und deren Folgen.

Das tut nur die Impfung. Sie reduziert das Risiko einer Infektion, schützt aber auch bei einer Infektion vor einem schweren Verlauf und den damit verbundenen Langzeitfolgen. Darüber sind sich Forscherinnen und Forscher einig. Es ist wichtig, ihnen Beachtung zu schenken und ihre wichtige Arbeit mit in das politische Handeln einzubeziehen. Auch müssen wir den Pflegerinnen und Pflegern, Ärztinnen und Ärzten sowie den unzähligen Mitarbeitenden in der Pandemiebekämpfung, die seit fast zwei Jahren am Limit oder darüber hinaus arbeiten, den Respekt zollen, den sie verdienen, und sie bestmöglich schützen.

Seit Dezember 2020 haben wir mit der Corona-Schutzimpfung die Möglichkeit eines sicheren Auswegs aus der Pandemie. Im Laufe des letzten Jahres sollte bundesweit jede und jeder, für die oder den eine Impfung zugelassen und gesundheitlich möglich ist, ein Impfangebot erhalten haben. Trotz des breiten Angebots hochwirksamer Impfstoffe, der einhelligen Meinung von Gesundheitsexpertinnen und -experten, sowie der unermüdlichen Arbeit des Gesundheitspersonals wurde bislang keine akzeptable Impfquote erreicht.

Die Gefahren einer Corona-Schutzimpfung sind laut Paul-Ehrlich-Institut gering. Das Institut verweist in seinem Sicherheitsbericht eine Melderate von Verdachtsfällen bezüglich Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe von 1,6 Meldungen pro 1.000 Impfdosen und eine Melderate für schwerwiegende Reaktionen von 0,2 Meldungen pro 1.000 Impfdosen.

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