RUPPERT STÜWE
#BewegtWas
Für Steglitz-Zehlendorf im Bundestag

Wie kann eine Wissenschaftspolitik angesichts der derzeitigen Krisen aussehen? Fraktion vor Ort mit Michael Müller und Prof. Dr. Geraldine Rauch

Für meine Arbeit im Parlament ist der Austausch mit den Menschen in meinem Wahlkreis besonders wichtig. Eine Möglichkeit hierzu bietet das Format „Fraktion vor Ort“ der SPD-Bundestagsfraktion. Gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Müller habe ich zu einer Veranstaltung eingeladen, um über die aktuelle Wissenschaftspolitik angesichts der derzeitigen globalen Krisenherde zu sprechen. Hierfür konnten wir als sachkundige Expertin zu unserer Freude die Präsidentin der Technischen Universität, Frau Prof. Dr. Geraldine Rauch,  gewinnen.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine bedeutet auch für die Zusammenarbeit Deutschlands im internationalen Austausch eine große Zäsur. Die Hilfsbereitschaft im deutschen Wissenschaftsystem für die Wissenschaftler:innen aus der Ukraine ist beeindruckend. Angesichts der aktuellen Situation wurde aber auch die Frage diskutiert, wie eine Kooperation mit russischen Forscher:innen und Forschungseinrichtungen zukünftig geführt werden kann. Hieraus entwickelte sich auch weiterführend eine grundlegende Debatte über die internationale Zusammenarbeit Deutschlands mit anderen Ländern, wie z.B. China. Hier plädierte Frau Professorin Rauch dafür, die Maßnahmen untereinander abzuwiegen. Einer Meinung, der ich mich anschließe. Dass auch der Austausch in schwierigen Zeiten eine Chance bieten kann, weiß ich aus meiner Arbeit im Wahlkreis. Dort ist ein Projekt an mich herangetreten, das sich der Erforschung der sowjetischen Vergangenheit widmet und hierbei auch für Forschende aus Russland Zugriff auf Quellen bietet.

Ein Thema, das derzeit viel Aufmerksamkeit erhält, ist der aktuelle Haushalt. Der derzeitige Entwurf sieht Kürzungen bei der Finanzierung von Einrichtungen, wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und anderen Institutionen, wie der Alexander von Humboldt Stiftung vor. Welche Auswirkungen hier drohen, konnte ich jüngst bei meinem Besuch beim DAAD in London feststellen.  Zusammen mit Michael Müller habe ich mich daher für eine Anpassung stark gemacht. Auch zukünftig werden wir unsere Gestaltungsmöglichkeiten als Parlamentarier nutzen und uns für die Finanzierung des DAAD stark machen. Denn neben den unmittelbaren Folgen gilt es auch die langfristigen Folgen möglicher Einsparungen zu berücksichtigen.

Für mich hat der Abend eindrucksvoll vor Augen geführt, welche bedeutende Rolle die Wissenschaftspolitik für Deutschland innen- sowie außenpolitisch besitzt. Daher werde ich mich auch  in den nächsten Jahren in meiner parlamentarischen Tätigkeit dafür einzusetzen, dass Deutschland den Stellenwert einnimmt, den es sich zu recht über Jahre hinweg erarbeitet hat. Ich bedanke mich bei Frau Professorin Rauch für Ihre Teilnahme und allen Anwesenden für eine spannende und interessante Diskussion! Bereits jetzt blicke ich mit Freude auf die nächste „Fraktion vor Ort“-Veranstaltung.

Aktuelles

Wissenschaftsdiplomatie stärken

Wissenschaft müssen wir in den nächsten Jahren deutlich und selbstverständlich in der Außenpolitik mitdenken. Wir müssen die Zusammenarbeit grundsätzlich erleichtern und ermöglichen.

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